Bildformate
| Seitenverh. Dezimal |
Seitenverh. Formel |
Beschreibung, Anwendungsbeispiele | Bild |
|---|---|---|---|
| 1 | 1:1 | Quadrat, z. B. 6x6cm Mittelformatfotografie | ![]() |
| 1,33 | 4:3 | 35mm Film 18x24mm, klassische Fernsehbildschirme, klassische Computerbildschirme (640x480, 800x600, 1024x768 pixel) | ![]() |
| 1,41 | Wurzel(2):1 | DIN A Papierformat. Wenn man ein DIN A(n)-Blatt in der Mitte durchschneidet, bekommt man man 2 DIN A(n+1) Blätter mit dem gleichen Seitenverhältnis | ![]() |
| 1,5 | 3:2 | Kleinbildfotografie 24x36mm | ![]() |
| 1,62 | (1+Wurzel(5))/2 | Goldener Schnitt. Wenn man von einem Rechteck im goldenen Schnitt ein Quadrat abschneidet, bleibt ein Rechteck mit dem gleichen Seitenverhältnis übrig | ![]() |
| 1,78 | 16:9 | Neue Breitbild-Fernseher, neue Multimedia-Computer | ![]() |
| > 2,33 | 21:9 | Cinemascope und andere Kinoformate | ![]() |
Formatanpassung
Spielfilme werden passend für die breiten Leinwände von Kinos hergestellt. Auf den viel schmäleren Fernsehern kann man dieses Format nur schlecht darstellen. Behelfsmäßig wird man daher das Bild an den Seiten abschneiden und/oder oben und unten einen schwarzen Balken auf dem Bildschirm lassen. Weil das Bild dazwischen wie ein schmaler Briefkastenschlitz aussieht, wird dieses Verfahren auch „Letterbox” genannt.
Aus der obigen Tabelle wird klar, dass das neue Fernsehformat 16:9 dieses Problem etwas entschärft, aber nicht löst. Andererseits wird ein neues Problem geschaffen: Fernsehproduktionen, die für das klassische Fernsehformat 4:3 hergestellt wurden, lassen sich auf breiteren Fernsehern nur schlecht wiedergeben. 16:9 ist also ein Kompromiss zwischen dem klassichen Fernsehformat und dem Kinoformat.
| 16:9 Bild als Letterbox auf 4:3 Fernseher dargestellt: | ![]() |
| Cinemascope Bild als Letterbox auf 4:3 Fernseher dargestellt: | ![]() |
| Cinemascope Bild als Letterbox auf 16:9 Fernseher dargestellt: | ![]() |
Wiedergabe von 4:3
Zur Widergabe von 4:3-Sendungen auf 16:9 Fernsehern gibt es folgende Verfahren:
| Pillarbox: Rechts und links schwarze Balken auf dem Bildschirm. Das wird oft noch störender wahrgenommen als die Letterbox mit den Balken oben und unten | ![]() |
| Seitlich Zusatzinformationen einblenden, z. B. ein anderes Fernsehprogramm. Das lenkt vom Hauptprogramm ab. | ![]() |
| Das Bild in die Breite zerren. Dadurch wirken Gesichter unnatürlich verzerrt. | ![]() |
| Die Bildmitte unverzerrt widergeben, dafür die Ränder umso mehr verzerren. Das ist der gängige Kompromiss | ![]() |
Umschaltung
Wenn ein 16:9 Fernseher vom Fernsehsender oder vom angeschlossenen DVD-Player das Signal bekommt, dass es sich um ein 16:9 Bild handelt, schaltet er von der o.g. 4:3 nach 16:9 Anpassung auf ein echtes 16:9 Bild um. Darüber hinaus kann er aber auch die schwarzen Balken des Letterbox-Formates erkennen und ebenfalls auf 16:9 Darstellung umschalten. In letzterem Fall ist die Bildqualität nicht so gut wie bei echten 16:9 Übertragungen, aber die Darstellung ist immer noch angenehmer als auf einem 4:3 Fernseher, weil die Balken nicht ganz so groß sind.
High Definition Video (HDV)
Das HDV-Format ist mit 1440 x 1080 Pixeln eigentlich ein 4:3-Format. Da die Pixel aber nicht wie "blich, Quadrate, sondern 4:3-Rechtecke sind, erscheint das Bild eben doch im 16:9-Format. Derartige Kameras haben einen Sensor mit 1920 x 1080 Pixeln. Bei einer Speicherung auf Mini-DV Bänder wird aber heruntergerechnet, um kompatibel mit dem HDV-Format zu sein.














